Photovoltaik auf der Terrasse: Möglichkeiten, Vorteile und Unterschiede

Photovoltaik auf der Terrasse: Möglichkeiten, Vorteile und Unterschiede

Solarenergie, genauer Photovoltaik (PV), hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter durchsetzen können, insbesondere seit 2022 hat sich der Ausbau stark beschleunigt. Während der jährliche Zubau sich lange Zeit auf einem sehr moderaten Niveau bewegte, sprang der Bau neuer Anlagen im Zuge der Energiekrise sowie verbesserter politischer Rahmenbedingungen (EEG 2023) sprunghaft an und hat sich seit Ende 2021 bis heute verdoppelt. Was viele nicht wissen: PV-Anlagen lassen sich nicht nur auf geeigneten Dachflächen von Wohn- und Nutzgebäuden oder Freiflächen installieren – auch Garagen und Carports, Zäune, Fassaden oder auch Terrassenüberdachungen können zur Stromerzeugung aus Solarenergie genutzt werden.

Im Folgenden ein kurzer Überblick über PV-Terrassen, unterschiedliche Lösungen und die jeweiligen Vor- und Nachteile.    

Solarenergie auf der Terrasse: herkömmliche Module oder Spezialglas?

Unter PV-Terrassen versteht man allgemein Terrassenüberdachungen, deren Dachfläche nicht nur als Wetterschutz, sondern gleichzeitig auch zur Stromerzeugung dient. Dies lässt sich auf unterschiedliche Weise umsetzen, in der Regel durch die Montage herkömmlicher Solarmodule auf der Terrassenüberdachung, oder durch spezielle Solarglasmodule.

1. Montage von herkömmlichen Solarmodulen

Sofern die bestehende Unterkonstruktion es zulässt, lassen sich herkömmliche PV-Module, die auch auf Hausdächern zum Einsatz kommen, auf der Dachfläche montieren. Bei dieser Variante sind die Überdachung und die PV-Anlage zwei getrennte Komponenten. Vorteile liegen hier zum einen in der großen Auswahl unterschiedlicher Module, zum anderen darin, dass die Module bei Bedarf unkompliziert ausgetauscht werden können.

Die bestehende Konstruktion muss allerdings in der Lage sein, das Gewicht der Module inklusive der Unterkonstruktion zu tragen, was nicht immer der Fall ist. Auch gilt es zu bedenken, dass die undurchsichtigen Module die Lichtdurchlässigkeit der Bedachung beeinflussen.

Vorteile

– große Auswahl an verschiedenen PV-Modulen

– Module bei Bedarf einfach austauschbar

Nachteile

– Module reduzieren die Lichtdurchlässigkeit

– bestehende Unterkonstruktion muss das zusätzliche Gewicht tragen können

2. Spezielle in die Dacheindeckung integrierte Spezialglasmodule

Bei dieser Variante kommen teilweise transparente Spezialglasmodule zum Einsatz, die direkt in die Dacheindeckung integriert sind, wodurch die Lichtdurchlässigkeit weiterhin bestehen bleibt. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass die Spezialglasmodule als fester Bestandteil der Dachkonstruktion vorgesehen sind, sodass die Unterkonstruktion und die Dacheindeckung optimal aufeinander abgestimmt werden können. Weitere Informationen kann man hier lesen.

Vorteile

– teilweise transparente Module erhalten die Lichtdurchlässigkeit

– Unterkonstruktion und Dacheindeckung können optimal aufeinander abgestimmt werden

Nachteile

– geringere Auswahl an Modulen

– oft höhere Anschaffungskosten

Photovoltaik-Glasdach-mit-Himmelblick

Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Welche Option die jeweils sinnvollste ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, zunächst einmal, ob die Terrassenüberdachung bereits vorhanden ist, oder neu gebaut werden soll. Auch die Größe der Dachfläche und die mögliche Dimensionierung der Anlage haben Einfluss auf die Entscheidung. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch deutliche Unterschiede, was die Verwendung der Komponenten und Materialien betrifft, etwa die Materialqualität, die Leistung oder auch Haltbarkeit oder Garantien. Wer darüber nachdenkt, eine PV-Terrasse zur Erzeugung von Solarstrom zu errichten, sollte daher nicht allein auf den Preis oder die Leistung der Anlage achten, sondern vor allem auch unterschiedliche Lösungen miteinander vergleichen.

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