Solarheizung: warmes Wasser & solar beheizte Räume

Solarheizung: warmes Wasser & solar beheizte Räume

Eine Photovoltaikanlage für warmes Wasser und Heizung benötigt einen großen Warmwasserspeicher. Denn je mehr Warmwasser der Speicher enthält, umso mehr Energie kann er an den weniger sonnigen Tagen akkumulieren. Dabei muss die Oberfläche der thermischen Speicher mindestens zehn Prozent der Wohnfläche betragen. Die Speicher müssen von den Sonnenstrahlen selbstverständlich selbst im Winter gut erreicht werden.

Thermische Sonnenspeicher als optimale Lösung – was sind die Voraussetzungen?

  • Das Objekt muss selbst im Winter eine gute Sonnenexposition genießen können
  • Mindestens zehn Prozent der gesamten Wohnfläche muss mit Speichern bekleidet werden können
  • Das Objekt muss eine gute Wärmedämmung aufweisen, sodass selbst mit Niedrigtemperatur geheizt werden kann (bis zu 35 Grad Celsius)
  • Falls die Photovoltaikanlage den vollen Deckungsgrad nicht erreichen kann, muss eine zusätzliche Heizquelle vorhanden sein
  • Ein sparsamer umgang mit dem Warmwasser (mithilfe von durchflussreduzierenden Duschköpfen und Wasserhähnen
  • Der im Sommer produzierte Wasserüberschuss kann im Winter genutzt werden.

Thermische Speicher können fast überall angebracht werden

Damit der Wärmebedarf mit Sonnenenergie vollständig gedeckt werden kann, ist eine große Photovoltaikanlage nötig – diese muss schließlich die Gebäudeheizung selbst im Winter gewährleisten können. Die meisten Anlagen haben eine geringere Abdeckungskraft, weswegen zur Unterstützung eine weitere Heizquelle beigelegt wird.

Einige Miet- und Einfamilienhäuser in Deutschland decken 100 Prozent ihres Bedarfs für Warmwasser und Heizung ausschließlich mit Sonnenenergie ab. Damit diese Leistung erbracht werden kann, verfügen die Objekte nicht nur über eine gute Isolation und eine große Fläche von Sonnenspeichern: Sie besitzen ebenfalls einen großen, stockwerkübergreifenden und zylindrischen Wasserspeicher. Ein derartig gut isolierter und großer Solartank macht es möglich, die Sonnenwärme gegen Herbstende zu speichern, um in der Wintersaison darauf zurückgreifen zu können.

Ältere Objekte können die Solarheizung ebenfalls nutzen, falls Sie eine andere zusätzliche Heizung als Wärmequelle besitzen (Wärmepumpe, Brennstoffheizung, Holzofen). Dabei muss die Fläche der Speicher selbstverständlich größer sein, als bei der Warmwasserproduktion (etwa 10 – 20 % der Wohnfläche).

Die Speicher werden auf den winterlichen Sonnenstand ausgerichtet

Damit die Speicher zur Raumheizung effizient beitragen können, werden sie häufig ein wenig aufgerichtet, damit sie der tief stehenden Sonne im Winter gegenüberliegen. In dieser Position bringen die Speicher im Sommer weniger Leistung, doch ihre große Oberfläche reicht zur Produktion von Warmwasser völlig aus. Auch für Objekte, die nur einen gewissen Teil ihrer benötigten Wärme mit Sonnenenergie abdeckt, ist die Anbringung im Heizraum aufwendiger, als für eine Anlage, die nur die Produktion von Warmwasser mit Sonnenstrahlen vornimmt. Als effektive Lösung dient ein großer Boiler mit verschiedenen Abteilen im Innenbereich, wovon ein Abteil als Wärmereserve für die Raumheizung und der andere für das Warmwasser im Hausgebrauch dient.

Ein Tipp am Rande: Es ist ebenfalls ratsam, eine Bodenheizung einzubauen. Vor allem in der Mitte des Tages produzieren die Speicher viel Wärme, etwa sann, wenn Sonnenstrahlen durch die Fenster in den Innenraum eindringen. Eine dicke Schicht Estrich kann den Moment, in dem die Raumwärme abgegeben wird, um einiges hinauszögern – diese trägt vor allem abends zum Wärmekomfort bei, und zwar dann, wenn die Speicher keine Sonnenwärme mehr einfangen. Falls das Objekt eine Wärmepumpe als Zusatzheizung benutzt, ist es möglich, ein System anzubauen, welches die saisonale Wärme speichert. Der Wärmeüberschuss der Sonnenspeicher wird im Sommer in den Boden geleitet und in den Wintermonaten aus diesem wieder zurückgewonnen.

Solarheizung für solar beheizte Räume und warmes Wasser – Fazit

Die Sonnenergie wird von thermischen Anlagen in nutzbare Wärme umgeleitet. In Form einer Solarheizung führt man sie der Heizungsanlage zu und erwärmt gleichzeitig das häusliche Brauchwasser. Mit einer thermischen Solaranlage ist es möglich bis zu 60 Prozent der Warmwasserkosten und bis zu 30 Prozent der Heizkosten einzusparen. Aus diesem Grund wird eine Anbringung meist sogar mit Fördermitteln unterstützt.

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