Dachflächenvermietung für Photovoltaik

Dachflächenvermietung für Photovoltaik

Wer in die Photovoltaik einsteigt, scheut meist die teilweisen hohen Investitionskosten am Anfang. Als Hauseigentümer hat man die Möglichkeit, die Dachfläche an PV-Anlagenbetreiber zu verpachten. Mit welchen Einnahmen kann man durch diese Möglichkeit rechnen und welche Kriterien muss das Dach erfüllen?

Wie funktioniert die Vermietung von Dachflächen?

Die Vermietung von Dachflächen eignet sich besonders für Hauseigentümer, welche nicht selbst eine PV-Anlage errichten möchten und trotzdem von der nachhaltigen Stromerzeugung profitieren wollen. Der Eigentümer stellt dabei seine Dachfläche zur Verfügung. Der Investor errichtet eine PV-Anlage und ist auch dafür verantwortlich. Dafür bekommt der Dacheigentümer eine Miete vom PV-Unternehmen.

Welche Dächer sind für die Vermietung geeignet?

Nicht jedes Dach ist für die Dachvermietung geeignet. Das Dach sollte in einem unbescholtenen Zustand sein und entweder neu bzw. saniert sein. Zudem ist es entscheidend, dass keine Bäume oder Objekte Schatten auf das Dach werfen. Perfekt sind Schrägdächer mit einer südlichen Ausrichtung.

Die Wirtschaftlichkeit der Dachverpachtung

Für den Eigentümer des Daches kann es sich durchaus lohnen, das Dach zu vermieten. Auf diese Weise bekommt der Eigentümer regelmäßig und langfristig Erträge. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass der Eigentümer kein Kapital investieren muss und trotzdem von den Renditen der Anlage profitieren.

Das Geschäftsverhältnis wird durch ein Pachtvertrag geregelt. Das Unternehmen und Betreiber der Anlage erhält eine Einspeisevergütung durch Einspeisung des Stromes in das öffentliche Stromnetz. Der Vermieter des Daches erhält die Miete vom Betreiber. Die Pacht beträgt ungefähr 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter für eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Miete kann entweder als fester Betrag im Jahr gezahlt werden oder als einmalige Abschlagszahlung. Teilweise wird auch ein Prozentsatz von der Gesamtleistung als Pacht festgesetzt.

Auf ein durchschnittliches Einfamilienhaus kann eine PV-Anlage mit einer Größe von 40 Quadratmeter errichtet werden. Somit erhält der Eigentümer eine Pacht zwischen 2.000 und 3.200 Euro über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren. Runtergerechnet bedeutet das, dass der Eigentümer 100 bis 160 Euro pro Jahr erhält. Diesen Betrag erhält der Eigentümer ohne große Gegenleistung. Die Anlage muss nur in das Grundbuch eingetragen werden. Für alles andere ist der Betreiber der PV-Anlage verantwortlich. Alles in allem ist die Dachflächenvermietung für Photovoltaik-Anlagen eine sehr lohnenswerte Option.

Wie hilft man der Umwelt mit der Einrichtung einer PV-Anlage?

Durch die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage kann man der Umwelt in etlichen Aspekten helfen. Einerseits stammt der Strom aus Sonnenkraft und ist somit eine umweltfreundliche Energiequelle, da dadurch keine fossilen Brennstoffe benötigt werden. Darüber hinaus wird die Energiewende beschleunigt, wenn mehr Ökostrom das öffentliche Netz speist. Der Strom aus Sonnenkraft stößt kein CO2 aus und hat daher keinen negativen Einfluss auf das Weltklima. Strom aus Sonnenkraft ist absolut risikofrei und belastet nicht die Umwelt oder die Gesundheit von Menschen und Tieren.

Voraussetzungen zur Dach-Verpachtung

Die Voraussetzungen für Flachdächer

  • Die Statik-Prüfung muss positiv sein
  • Auf der Dachfläche sollte es keine Schade geben
  • Für die folgenden 20 Jahre darf die zu Fläche nicht sanierungsbedürftig werden
  • Eine erstrangige Dienstbarkeit sollte gegeben sein

Die Voraussetzungen für Schräg- und Sheddächer

  • Die Statik-Prüfung muss positiv sein
  • Auf die Fläche dürfen keine Schaden geworfen werden
  • Die zu verpachtete Fläche sollte die folgenden 20 Jahre nicht sanierungsbedürftig werden
  • Eine erstrangige Dienstbarkeit sollte gegeben sein
  • Die Größe bei Flachdächern sollte 600 Quadratmeter oder mehr betragen
  • Ausrichtung Richtung Süden, Südost oder Südwest sollte gegeben sein
  • Neigung des Daches sollte zwischen 15 bis 45 Grad liegen

Wie läuft die Dachvermietung ab?

Sollte man sich beider Vermietung seines Daches entscheiden, so beginnt das Verfahren mit einem persönlichen Beratungsgespräch und einem Besichtigungstermin vor Ort. Bei dem Zusammentreffen lernt man zunächst das Photovoltaik-Unternehmen und die Leistungen kennen. Das PV-Unternehmen entwickelt das Bauprojekt und schafft alle notwendigen Voraussetzungen für eine Umsetzung. Dem Eigentümer entstehen durch die Installation der Anlage keine Kosten.

Für die Vorbereitung des Vertrages ist es erforderlich, dass das Unternehmen mit beim Netzbetreiber unverbindlich und kostenlos eine Einspeisung prüft. Dabei wird überprüft, an welchen Netzverknüpfungspunkt die Anlage ans Stromnetz angeschlossen werden kann. Sobald alle Unterlagen eingereicht sind, kann es teilweise bis zu zwei Monate dauern, den Verknüpfungspunkt zu ermitteln und zu kalkulieren.

Nach einer Zusage der Einspeiseanfrage wird zwischen dem Eigentümer und Unternehmen der Pachtvertrag ausgearbeitet und unterzeichnet. Zur Sicherung benötigt das Unternehmen eine vordringliche Eintragung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit im Grundbuch.

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