Photovoltaikanlage mit KfW-Förderung

Photovoltaikanlage mit KfW-Förderung

Mit einer Photovoltaikanlage lassen sich Ihre Stromkosten senken und eventuell sogar Gewinn erwirtschaften. Doch möchten Sie sich selbst mit Solarstrom versorgen, sind in der Regel Investitionen von mehreren Tausenden Euro für die Anlage notwendig. Für einen zusätzlichen Batteriespeicher ist zusätzlich noch einmal eine vierstellige Summe einzukalkulieren. Der Staat hilft Ihnen aber mit günstigen Krediten und Zuschüssen bei der Finanzierung.

So viel können Sie mit einer Photovoltaikanlage sparen

Um den Ertrag einer Solaranlage zu nutzen gibt es zweierlei Möglichkeiten. Zum einen die Einspeisung in das öffentliche Netz und zum anderen die Eigennutzung als Selbstversorger.
Die Einspeisung ist sinnvoll, wenn sie über eine größere Dachfläche verfügen. Sollten Sie den Großteil Ihres produzierten Solarstroms hingegen selbst nutzen wollten, empfiehlt sich eine verhältnismäßig kleinere Anlage. So können Sie Ihren eigenen Strom kostengünstig auf dem eigenen Dach erzeugen. Der Preis beläuft sich dabei um die 10 bis 12 Cent pro Kilowattstunde und ist damit im Vergleich zu handelsüblichen Strompreisen mit rund 28 Cent deutlich günstiger.

Garantiere bundesweite Förderung: Die Einspeisevergütung

Bundesweit haben Sie Anspruch auf eine Einspeisevergütung, sollten Sie Ihren Solarstrom ins öffentliche Netz speisen. Die Höhe ist dabei einheitlich auf aktuell 8 Cent pro Kilowattstunde festgelegt. Die Summe fällt jedoch momentan von Monat zu Monat und soll schon im Dezember 2021 unter 8 Cent pro Kilowattstunde fallen. An Sich ist die Einspeisevergütung eine gute Sache, um die Investitionen einer Anlage zu refinanzieren. Eine Kleinanlage nur für die Einspeisung zu betreiben lohnt sich jedoch nicht, da sich sonst lediglich die Erzeugungskosten des Solarstroms decken lassen.

KfW Bank: Günstige Kredite für Solaranlagen und Batteriespeicher

Zur Förderung von Photovoltaikanlagen und Speichern hat die staatliche KfW Bankengruppe das sogenannte Programm „Erneuerbare Energien 270“ geschaffen. Dieses soll Ihnen ermöglichen, Ihre Anlage zinsgünstig zu finanzieren, unabhängig vom Wohnort. Im Jahr 2019 erhielten bereits rund 3.500 Antragsteller eine Zusage für Kredite im Wert von insgesamt 260 Millionen Euro. Dabei können Sie entweder ein Darlehen für die Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher oder beides zusammen beantragen. Gefördert werden von der KfW neben den reinen Anschaffungskosten auch die Installations-, Projektierungs- und Planungskosten für die Anlage. Sollten Sie eine ältere Anlage modernisieren, gibt es auch dafür KfW-Programme.

Die Kredite haben eine Laufzeit von entweder 5, 10 oder 20 Jahren. Der effektive Jahreszins beträgt dabei im besten Fall 1,03 Prozent. Dieser ist jedoch abhängig von der Bonität des Antragstellers. Diese wird im Auftrag der Hausbank des Beantragenden ermittelt. Sollten Sie das Programm nutzen wollen, wenden Sie sich unbedingt vor dem Kauf einer Anlage an Ihre Bank. Sie gibt Ihren Antrag bei der KfW auf und schließt den Kreditvertrag mit Ihnen ab. Alle Konditionen der Kredite durch die KfW sind jederzeit auf deren Website einsehbar.

Zusätzliche Förderungsmöglichkeiten durch die Bundesländer

Bundesländern in Deutschland ist es gestattet zusätzliche, eigenen Förderprogramme ins Leben zu rufen. Deutschlandweit gibt es allerdings nur eines in Thüringen, dass sowohl den Bau von Anlagen mit Speicher als auch nur die Anschaffung von Batteriespeichern unterstützt. Die betreffende Anlage muss sich dafür in Thüringen befinden, mindestens für 10 Jahre laufen und außerdem für die Eigenversorgung gedacht sein. Nach einem kurzem Stopp läuft das Programm seit Januar 2021 wieder.

Der Zuschuss für eine Anlage mit Speicher beträgt dabei 900 Euro pro Kilowatt Leistung. Dabei muss die Anlage mindestens 1000 Euro kosten und darf maximal 10 Kilowatt Leistung besitzen. Ihre Anlage wird außerdem nur gefördert, wenn Sie maximal so viel Strom erzeugt, wie Sie im Durschnitt pro Jahr verbrauchen können. Für einen einzelnen Batteriespeicher beträgt die Förderungshöhe 300 Euro pro Kilowattstunde Kapazität. Dieser muss ebenfalls mindestens 1000 Euro kosten und Ihnen zudem ermöglichen 60 Prozent des Solarstroms selbst zu nutzen.

In Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gibt es ebenfalls Fördermittel – aber nur für Batteriespeicher.

Bedingung ist bei allen der genannten Förderprogramme, dass die Analgen im jeweiligen Bundesland installiert sein und mit dem örtlichen Stromnetz verbunden sein müssen. Sie können sich also nur für die Programme bewerben, wenn Sie in den entsprechenden Bundesländern Ihren eigenen Solarstrom verwenden beziehungsweise verwenden möchten.

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